Unsere Stimme ist ein wertvolles Instrument, das wir täglich nutzen. Besonders Menschen in sprechintensiven Berufen wie Lehrer, Erzieher oder Call-Center-Mitarbeiter sollten auf ihre Stimmgesundheit achten.
1. Ausreichend trinken
Trinken Sie mindestens 2 Liter Wasser oder ungesüßten Tee pro Tag. Eine gut befeuchtete Schleimhaut schützt die Stimmbänder vor Überlastung. Vermeiden Sie dabei sehr kalte oder sehr heiße Getränke.
2. Nicht räuspern
Räuspern belastet die Stimmlippen stark. Versuchen Sie stattdessen, sanft zu schlucken oder einen Schluck Wasser zu trinken. Wenn Sie häufig räuspern müssen, sollten Sie die Ursache ärztlich abklären lassen.
3. Flüstern vermeiden
Entgegen der landläufigen Meinung ist Flüstern nicht schonend für die Stimme – im Gegenteil! Beim Flüstern werden die Stimmlippen stark angespannt. Sprechen Sie lieber leise mit normaler Stimmgebung.
4. Pausen einlegen
Gönnen Sie Ihrer Stimme regelmäßige Pausen. Nach intensiven Sprechphasen sollten Sie schweigen und die Stimme erholen lassen. Ideal sind kurze Stimmruhe-Phasen von 10-15 Minuten mehrmals täglich.
5. Luftfeuchtigkeit beachten
Trockene Heizungsluft im Winter belastet die Stimme. Sorgen Sie für ausreichende Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumen (optimal: 40-60%) durch Luftbefeuchter oder regelmäßiges Lüften.
6. Nicht gegen Lärm ansprechen
Vermeiden Sie es, in lauten Umgebungen zu sprechen oder zu rufen. Nutzen Sie lieber technische Hilfsmittel wie Mikrofone oder suchen Sie einen ruhigeren Ort für Gespräche.
7. Auf die Haltung achten
Eine aufrechte Körperhaltung unterstützt die Stimmgebung. Achten Sie auf entspannte Schultern und einen freien Nacken. Dies ermöglicht eine optimale Atmung und Stimmproduktion.
8. Richtig atmen
Atmen Sie vor dem Sprechen tief in den Bauch ein. Die Bauchatmung (Zwerchfellatmung) unterstützt die Stimme und verhindert Verspannungen im Hals- und Schulterbereich.
9. Alkohol und Rauchen reduzieren
Alkohol trocknet die Schleimhäute aus, Rauchen reizt sie zusätzlich. Beide Faktoren belasten die Stimme erheblich und können langfristig zu Stimmstörungen führen.
10. Stimme aufwärmen
Vor längeren Sprecheinsätzen sollten Sie Ihre Stimme aufwärmen. Einfache Übungen wie Summen, Lippenflattern oder sanftes Singen bereiten die Stimmlippen auf die Belastung vor.
Wann sollten Sie einen Stimmtherapeuten aufsuchen?
Wenn Sie regelmäßig unter Heiserkeit, Stimmermüdung oder Räusperzwang leiden, sollten Sie professionelle Hilfe suchen. Bei SprachWerk Wien bieten wir umfassende Stimmdiagnostik und individuelle Therapie an.